Red Bull BC One Western European Qualifier: Videos & Statement von Rawmantic

Ich hatte gestern bereits vom Red Bull BC One Western European Qualifier in Rotterdam berichtet und mehr Videos und Statements versprochen. Checkt im folgenden nun den offiziellen Clip von Red Bull Holland, den Video-Beitrag von den Kollegen Ben und Dan von JAM FM sowie ein ausführliches Statement vom deutschen Teilnehmer Rawmantic aus Stuttgart:

Videobeitrag von Ben und Dan von JAM FM über das RBBC1:

Statements von Rawmantic:

Ich muss sagen, ich hatte einen der geilsten B-Boy-Trips meines Lebens! Diese eindrucksvolle Reise hat mir die Augen geöffnet und mir gezeigt, dass man mit der richtigen Einstellung sehr viel mit B-Boying erreichen kann. Ich habe sehr korrekte Tänzer kennengelernt die mich mit Erfahrung und Hintergrundwissen aus der Szene sehr bereichern konnten. In diesen drei Tagen hat ein sehr intensiver Austausch stattgefunden. Und nicht zuletzt hat mich eine konstruktive Kritik von Lamine (Judge) und Thomas Hergenröther (BOTY Gründer/Organisator) sehr motiviert um mit voller Kraft weiter zu machen und diese „Welle zu Ende zu reiten“.

Schließlich befanden wir uns nicht irgendwo. Es war die Plattform schlecht hin deren Live-Übertragung die ganze Hip Hop-Tanzwelt mitverfolgt hat. Die Namen der daran beteiligten Tänzer sind momentan in aller Munde. Jeder will sich jetzt mit den offiziellen Teilnehmern des RBBC1 Western European Qaulifier messen um auch von seinem Können zu überzeugen. Die ganze Welt hat es am Bildschirm mitverfolgt und denkt vielleicht besser, schlauer oder kreativer zu sein. Aber der Unterschied ist: Wir wenigen 16 Tänzer die dabei waren, haben es live erlebt und den Vibe in unseren Bäuchen gespürt. Und darum geht es meiner Meinung nach in der Entwicklung seinen Könnens. Um emotionale Momente, die die Zukunft eines Tänzers stark beeinflussen.

Noch nie sind meine Stärken aber auch meine Schwächen so offensichtlich für mich gewesen, wie nach diesem Wochenende. Ich weiß ganz genau wie ich weitermachen werde und wie hart ich trainieren werde um meine nächste Chance zu 100% zu nutzen. Jede Battle, alles was ich mitmachen kann, wird mitgenommen. Ich bin sehr dankbar dafür so viele wunderbare Menschen kennengelernt zu haben und Teil dieser großen Bewegung gewesen sein zu dürfen. Nicht jeder bekommt so eine wahrhaftige Chance.


Zum Battle gegen Reckless-Lee:

Ja ich habe knapp verloren. Letztendlich habe ich es eingesehen, dass ich etwas „konzeptfrei“ an die Sache rangegangen bin – im Sinne von Freestyle. Auf kleineren Jams und Battles ist es auch eine ganz amüsante Sache. Man variiert sehr viel und spielt mit seinem Repertoire und somit mit Gegner und Publikum. Aber wenn starker Druck und Nervosität im Spiel ist kann man sich in so einem ausschlaggebenden Moment wie der Qualifikation für das RBBC1 Finale in Rio schon ziemlich verlieren. Ich war Skill-technisch vorbereitet. Aber ich war schlecht organisiert. So habe ich in meinem Battle alles durcheinander gemacht und war sicher für den einen oder anderen Judge taktisch unterlegen und verunsichert. Aber es ist mir bewusst und ich werde verstärkt an dieser Schwäche arbeiten, sodass es mir nicht noch einmal passieren kann. Nächstes Jahr ist es wieder soweit und ich will wieder dabei sein! Bis dahin will ich stabil, „consistant“ das richtige englische Wort dafür, weiter tanzen und mich überall blicken lassen.

Zur RBBC1 an sich:

Ich bin sehr froh dass es diese Veranstaltung so weit geschafft hat und sich so einen großen Namen gemacht hat. Es ist der Solo-Breaking-Wettbewerb schlechthin und bringt B-Boying auf ein neues Level mit neuen Standards. Einige weltbekannte Organisatoren können sich von dieser Veranstaltung eine Scheibe abschneiden was Tänzerbetreuung, Locationwahl und die Qualität der daran beteiligten Künstler etc. angeht. Es wird von Vornherein auf sehr viele Details geachtet. Und genau die machen es zu einem einmalig gutem Event! Es liegt auch höchstwahrscheinlich daran, dass der Organisator von Anfang an mit Profis aus der Szene arbeitet und auf wertvolle Erfahrung setzt. Ich denke man kann bei der Organisation eines Events nicht versagen wenn man mit Thomas Hergenröther von BOTY oder Tyrone von IBE zusammen arbeitet. Es ist von Anfang an eine Win/Win-Situation. Die beiden haben schon sehr viele erfolgreiche Jahre auf dem Buckel was Events angeht!

Schlussworte:

Ich möchte noch all meine Freunde, Schüler und Verwandte grüßen die mitgefiebert haben und mir die Daumen gedrückt haben. Ausserdem ein paar von den Jungs die ich in Rotterdam ein bisschen näher kennenlernen durfte: Froz (Bandits), Cherry (Prodigyy), Bruce Almighty (Momentum), Legaet (Momentum), Lee (Soul Mavericks), Menno (Hustle Kidz), Xisco (Hustle Kidz), Lamine, die Jungs von Jam FM – Daniel und Ben und Thomas vom BOTY. Vielen Dank auch an dich Pascal!

Peace, Love, Unity …aber vor allem Fun!

Foto: Red Bull Content Pool

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