Prinz Pi – Kompass ohne Norden

Nachdem sich Prinz Pi die längste Zeit (mehr oder weniger freiwillig) im Halbdunkel des deutschen HipHop-Undergrounds rumgetrieben hat, stehen mit dem neuen Album „Kompass ohne Norden“ nun wirklich alle Zeichen auf Durchbruch. Der geplanten Veröffentlichung am 12. April eilen immerhin schon längst Meldungen über eine großangelegte Hallentour im Herbst voraus. Von der Erfolgswelle ist allerdings nicht jeder begeistert…

Karriere auf Um(benennungs)wegen
Trotz eines guten Dutzends ansehnlicher Soloalben und unzähliger Kooperationen hatten den Berliner Musiker bisher fast nur eingefleischte Szenekenner auf dem Schirm. Mit schuld daran war der ehemalige Künstlername „Prinz Porno“, der die einschlägige Musikpresse derart zu pikieren schien, dass sie in Erwartung schlecht gemachter Rap-Protzerei die Demos des Künstlers einfach ungehört in den Abfalleimer weiterleitete… Seit der Umbenennung zu Prinz Pi findet sich der Name aber zusehends auch in breitenwirksamen Publikationen wieder.

HipHop ohne BlingBling
Die Songs von Prinz Pi sind dabei seit jeher zugänglicher und scharfsinniger, als man es vom deutschen HipHop gewohnt ist. Mit wirklich anspruchsvollen Rhymes über die Liebe und soziale Missstände hat sich Prinz Pi eine ganz eigene Kerbe ins Genre geschnitzt und lässt mit erstklassigen Melodien im Rücken großartige Rap-Hymnen entstehen, die so schnell keinen Nachahmer finden werden. Da kommt der Erfolg spät, aber verdient – sollte man meinen!

Erwartungsgemäß werden nun aber die Hipster-Unkenrufe laut, die schon die „Street-Cred“ von Prinz Pi endgültig flöten gehen sehen. Schließlich wird mit dem geplant hohen Charteinstieg von „Kompass ohne Norden“ der Bekanntheitsgrad von Prinz Pi im „Mainstream“ noch mal höher steigen. Wer allerdings über dem ganzen Credibility-Quatsch und Hipster-Hype steht und einfach erstklassigen, intelligenten HipHop live erleben will, sollte sich die Prinz Pi-Termine rot im Kalender anstreichen. Und besser frühzeitig ein Auge auf die Konzerttickets für die Tour 2013 werfen – bevor’s der Mainstream tut.

Checkt hier das Video zur Single „Unser Platz„:

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